Schloss Großgründlach

Im 13. Jahrhundert stand an der Stelle des heutigen Barockschlosses die Stammburg derer von Gründlach. Die Burg wechselte oft den Besitzer, im zweiten Marktgrafenkrieg 1552 wurde sie niedergebrannt. 1572 kaufte der Patrizier Philipp Geuder die notdürftig in Stand gesetzten Gebäude und ließ unter erheblichen Kostenaufwand das Schloss innerhalb der noch stehenden Umfassungsmauern wiederaufbauen.1634 wurden Schloss, Dorf und Kirche durch kurbairische Truppen zerstört. Das Schloss blieb 50 Jahre als Ruine liegen. Erst 1685 begann Karl Sebastian Pfinzing mit dem Wiederaufbau. Die Außenmauern fanden im vielflügligen Barockschloss Wiederverwendung, der Bau wurde erst 13 Jahre später weitgehend vollendet. 
Seit 1873 gehört das Schloss der Sigmund Frhr. von Hallerschen Familienstiftung. Ein Bombenangriff brachte 1943 erhebliche Schäden an Dach, Fenstern, Türen und Stuckdecken, die ab 1947 wieder behoben wurden. Die kostspieligen Instandsetzungs- und Sanierungsmaßnahmen der letzten Jahrzehnte haben dazu geführt, dass Großgründlach heute zu den besterhaltenen Schlössern und Herrensitzen des Nürnberger Umlands zählt.